Cat6, Cat6A oder Cat7? Welches Netzwerkkabel für Ihr Heim- oder Büronetzwerk wirklich nötig ist
Bei der Kabelwahl für ein LAN wird oft mehr Geld ausgegeben, als nötig ist – oder es wird am falschen Ende gespart. In der Praxis zeigt sich, dass die Kategorie des Kabels weniger entscheidend ist als die tatsächliche Anwendung und die Verlegeumgebung. Dieser Beitrag ordnet Cat6, Cat6A und Cat7 ein und sagt konkret, welches Kabel wofür sinnvoll ist.
Was unterscheidet Cat6, Cat6A und Cat7 technisch?
Die Kategorien beschreiben die maximale Frequenz und Dämpfungseigenschaften der Kabel, nicht automatisch die Geschwindigkeit im Alltag. Cat6 ist für Gigabit-Ethernet ausgelegt und schafft 10-Gigabit-Verbindungen nur auf kurzen Strecken. Cat6A ist die konsequente Weiterentwicklung, die 10 Gigabit auch über die volle Patchkabellänge stabil überträgt und dabei besser gegen Störeinflüsse zwischen den Adernpaaren geschützt ist. Cat7 geht noch einen Schritt weiter in Richtung Abschirmung und wird vor allem in professionellen Rechenzentren oder bei sehr hohen Anforderungen an Störfestigkeit eingesetzt. Für Privathaushalte und die meisten Büros ist Cat7 technisch überdimensioniert.
Reicht Cat6 für Gigabit-Netzwerke aus?
Ja, für ein klassisches Gigabit-Netzwerk mit Router, Switch und einzelnen Endgeräten ist Cat6 vollkommen ausreichend. Wer zu Hause streamt, im Homeoffice arbeitet oder online spielt, merkt keinen Unterschied zu teureren Kategorien, solange die Kabellängen im üblichen Rahmen bleiben und keine 10-Gigabit-Hardware im Spiel ist. Für kurze Verbindungen, etwa vom Router zum Switch unter dem Schreibtisch, eignet sich ein kompaktes Patchkabel Cat6A UTP RJ45 LAN Netzwerkkabel Ethernetkabel 0,5m weiß biegsam – auch wenn hier bereits Cat6A verbaut ist, bietet es für diesen Einsatzzweck Reserven nach oben, ohne dass man dafür mehr bezahlen muss als für ein einfaches Kabel dieser Länge.
Wann brauche ich Cat6A oder sogar Cat7?
Sobald 10-Gigabit-Ethernet im Netzwerk zum Einsatz kommt, etwa bei einem NAS mit entsprechender Netzwerkkarte oder in einer Serverumgebung, führt an Cat6A kaum ein Weg vorbei. Auch bei längeren Kabelstrecken innerhalb eines Gebäudes, bei denen die volle Bandbreite über die gesamte Länge stabil bleiben soll, ist Cat6A die sicherere Wahl gegenüber Cat6. Cat7 lohnt sich vor allem dort, wo auf engem Raum viele Kabel parallel verlegt werden und Übersprechen zwischen den Leitungen ein reales Problem darstellt – etwa in Serverschränken mit hoher Kabeldichte. Für ein normales Büro mit Arbeitsplätzen, Druckern und einem zentralen Switch ist dieser Aufwand in der Regel nicht nötig.
S/FTP oder UTP – worauf muss ich achten?
UTP-Kabel besitzen keine zusätzliche Gesamtschirmung und sind für die meisten Heimanwendungen ausreichend, solange das Kabel nicht parallel zu Stromleitungen oder anderen Störquellen verlegt wird. S/FTP-Kabel bringen eine geschirmte Konstruktion mit, die Störeinflüsse besser abhält – das ist vor allem in Bürogebäuden mit vielen elektrischen Geräten, in Serverräumen oder bei Kabelverlegung neben Stromtrassen relevant. Wichtig ist dabei: Eine Abschirmung bringt nur dann etwas, wenn sie durchgängig geerdet ist, also passende Patchpanels und Anschlussdosen ebenfalls geschirmt und korrekt verbunden sind. Für den professionellen Einsatz im Büro bietet sich beispielsweise das EFB Elektronik RJ45 Patchkabel Cat.6 S/FTP LSZH 20m gelb Netzwerkkabel K5511.20 an, das durch die LSZH-Ummantelung auch für Verlegungen mit erhöhten Brandschutzanforderungen geeignet ist.
Welche Kabellänge ist für Heim- oder Büronetzwerk sinnvoll?
Die maximale Länge für ein Patchkabel im Ethernet-Standard liegt bei 100 Metern inklusive aller Steckverbindungen, in der Praxis sollte man diesen Wert aber nicht ausreizen, sondern Reserven für Verlegung und Anschlussdosen einplanen. Für kurze Verbindungen im Serverschrank oder zwischen zwei nah beieinanderstehenden Geräten reichen 0,5 bis 2 Meter völlig aus. Für die Verbindung zwischen zwei Räumen oder Etagen, etwa vom Verteilerschrank zum Arbeitsplatz, sind Längen im Bereich von 5 bis 20 Metern üblich. Hier eignet sich je nach Umgebung entweder das bereits erwähnte 20-Meter-Kabel oder für mittlere Distanzen das EFB Elektronik Patchkabel Cat.6 S/FTP RJ45 7,5m LSZH orange Netzwerkkabel LAN, das sich durch die auffällige Farbe auch gut von anderen Leitungen im Kabelkanal unterscheiden lässt.
Wie verlege ich Netzwerkkabel richtig?
Netzwerkkabel sollten nicht scharf geknickt und möglichst nicht parallel zu Stromkabeln über längere Strecken geführt werden, da dies bei ungeschirmten Kabeln zu Störungen führen kann. Bei Verlegung durch Wände oder Kabelkanäle ist auf ausreichenden Biegeradius zu achten, damit die Adernpaare im Inneren nicht beschädigt werden. Wer ein Netzwerk neu plant, sollte außerdem die Kapazität der aktiven Komponenten mitdenken – ein leistungsfähiges Kabel bringt wenig, wenn Router oder Switch die Bandb