Welcher PoE-Switch passt zu meinen Geräten?

Power over Ethernet versorgt Kameras, Access Points und Telefone über das Netzwerkkabel — wenn der Switch genug Leistung liefert. Die drei Fragen, die vor dem Kauf beantwortet sein müssen.

1. Welchen PoE-Standard brauchen die Geräte?

  • PoE (802.3af, bis 15,4 W): IP-Telefone, einfache Kameras, viele Access Points
  • PoE+ (802.3at, bis 30 W): PTZ-Kameras, leistungsstarke Access Points (z. B. UniFi U7 Pro)
  • PoE++ (802.3bt, bis 60/90 W): Kameras mit Heizung, Displays, manche Switches als Abnehmer

Ein Switch mit höherem Standard versorgt auch genügsamere Geräte — umgekehrt bleibt das Gerät dunkel.

2. Reicht das PoE-Budget?

Die Portanzahl täuscht: Ein 8-Port-Switch mit 60 W Budget versorgt keine acht 15-W-Kameras. Rechnen Sie den tatsächlichen Bedarf aller Geräte zusammen und lassen Sie 20 Prozent Reserve — das Datenblatt jedes Geräts nennt die maximale Leistungsaufnahme.

3. Verwaltet oder unverwaltet?

Für ein Heimnetz ohne VLANs reicht ein unverwalteter Switch. Sobald Gastnetz, Kamera-Netz und Bürogeräte getrennt werden sollen — oder UniFi-Komponenten zentral verwaltet werden — lohnt ein verwalteter Switch. Die Mehrkosten sind überschaubar, die Möglichkeiten wachsen deutlich.

Kurzformel: Standard der Endgeräte bestimmen, Leistungsbedarf summieren, 20 % Reserve, dann erst die Portanzahl wählen. Passende Modelle finden Sie in der Kategorie Netzwerk.