USV richtig dimensionieren: So überbrückt Ihr Netzwerk den Stromausfall

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist schnell gekauft — und fast genauso schnell falsch gekauft. Die Rechnung dahinter ist einfacher, als die Datenblätter aussehen.

Schritt 1: Verbraucher zusammenzählen

Addieren Sie die tatsächliche Leistungsaufnahme aller Geräte, die weiterlaufen sollen: Router (10–20 W), Switch (je nach PoE-Last 20–150 W), NAS (30–60 W), gegebenenfalls ein kleiner Server. Wichtig: die realen Werte aus dem Betrieb, nicht die Netzteil-Maximalangaben — die liegen oft beim Doppelten.

Schritt 2: Watt und Voltampere auseinanderhalten

USV-Modelle werden in VA beworben, Ihre Geräte rechnen in Watt. Als Faustregel liefert eine USV etwa 60–70 % ihrer VA-Angabe als Dauerleistung in Watt: Eine „1000 VA"-USV trägt also rund 600–700 W. Wer knapp kalkuliert, erlebt beim ersten echten Ausfall eine Abschaltung unter Last.

Schritt 3: Überbrückungszeit realistisch wählen

Die meisten Ausfälle dauern Sekunden bis wenige Minuten. Für Heimnetz und kleines Büro reichen 10–15 Minuten — genug, damit NAS und Server geordnet herunterfahren (per USB- oder Netzwerksignal der USV, unbedingt einrichten!). Wer Stunden überbrücken will, braucht keine größere USV, sondern eine andere Lösung.

Kurzformel

Watt-Summe × 1,3 Reserve, dann in die VA-Klasse übersetzen (÷ 0,65) und auf das nächste Modell aufrunden. Beispiel: 200 W Netzwerktechnik → 260 W → rund 400–500 VA reichen, mit Luft nach oben eine 650er-Klasse. Passende Geräte finden Sie in der Kategorie Energie & USV.